Teil eines Werkes 
4. Band (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

150

Wunde gedrückt, um die Blutung zu ſtillen, da ftürzten die fechtenden Männer um ihn mit dem Tod im Her⸗ zen über ihn hin und bedeckten ihn und Albert mit ihren blutenden Körpern. Mac⸗Coor rührte ſich nicht, er hielt die Hand feſt auf Albert's Wunde und fühlte, daß das Leben nicht aus ihm gewichen ſei.

Der letzte der Helden lag bald entſeelt auf dieſem Hügel von Leichen, die Schreckensaccorde des Kampfes verhallten und in der zerſtörten Veſte herrſchte die Stille des Todes. Da regte ſich Albert unter der Hand Mac⸗Coor's, als wolle er das Gewicht, welches ihn preßte, von ſich ſchieben, dieſer aber flüſterte ihm in das Ohr:

Rühren Sie ſich nicht, Randolph, vielleicht iſt noch Rettung für uns möglich.

Albert's Bewußtſein kehrte zurück, er erkannte Mac⸗ Coor an ſeiner Seite, verſtand deſſen Worte und beide lagen nun ſo unbeweglich als möglich, wenngleich letzterer nach und nach zwiſchen den Leichen über ſich eine Heffnung bereitete, um freier Athem ſchöpfen zu können.

So verſtrichen wohl einige Stunden in ununterbro⸗ chener Stille, als plötzlich laute Stimmen hörbar wur⸗ den und Albert erkannte, daß die Mezxicaner ihre Todten aus der Veſte trugen, um ſie zu beerdigen. Immer nä⸗