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Die Nacht verblich, der neue Tag zog heiter und wolkenlos am Himmel auf und die Klänge des Kriegs begrüßten ihn aus dem Lager der Mexicaner, in der Alamo aber blieb Alles ſtumm und ſtill, als ob ſie ausgeſtorben ſei; kein Horn, keine Trommel ertönte, und kein Kanonenſchuß forderte zum neuen Kampf heraus. Die todesmuthige Schaar in der Veſte war indeß ſchon lange gerüſtet und ſtand bereit, ihr Leben theuer zu ver⸗ kaufen.
Noch glänzten die Perlen des Thaues auf Gras und Blume der Prairie, als das mezicaniſche Heer ſich ſammelte und Santa⸗ Anna hoch zu Roß ſelbſt die Sturmeolonnen ordnete. Mit klingendem Spiel näher⸗ ten ſie ſich der Burg und bald kamen ſie im Sturm⸗ ſchritt gegen ſie angezogen. Bis auf fünfzig Schritte hatten ſie die Breſchen erreicht, ohne daß ſie ein Schuß begrüßt hätte, da aber brüllten die Kanonen ihnen ihren Donner zu und ein Eiſenregen flog in ihre dicht zuſam⸗ mengedrängten Reihen. Sie wankten, ſie wichen zurück, kein Commando wurde mehr gehört und in wilder Ver⸗ wirrung flohen ſie aus der Nähe der furchtbaren Ge⸗ ſchoſſe. Angriff auf Angriff wurde von den Belagerten zurückgeſchlagen und der Weg nach den Breſchen war mit Leichen bedeckt, da ließ Santa-Anna Cavallerie hinter den ſtürmenden Regimentern folgen und gab den


