141
Aſhmore in das Heer eintreten, und ſein Leben im In- tereſſe des Landes auf das Spiel zu ſetzen, hielt er für die größte Thorheit, die er überhaupt hätte begehen kön⸗ nen. Jetzt, nachdem er ſeinem Leben erſt den wahren Werth gegeben hatte, jetzt, wo er daſſelbe nach allen Richtungen hin und in vollſten Zügen genießen konnte, jetzt ſollte er ſich für andere Leute zum Krüppel ja viel- leicht gar todtſchießen laſſen? Das fiel Harry nicht im Traume ein. Er hatte das Seinige für die Freiheit der Republik gethan, aus welchem Grunde, das war gleich; mochten die Texaner das Fechten nun ohne ihn thun, und fechten mußten ſie, denn jetzt galt das alte Sprichwort:„Vogel friß oder ſtirb!“ An Gnade ſei⸗ tens der Mexicaner war nicht zu denken, und darum blieb den Texanern nichts Anderes übrig, als zu kämpfen oder die Flucht zu ergreifen und Haus und Hof, Ern⸗ ten und Heerden den Feinden als Beute zu überlaſſen. Daß ſie dieſes nicht thun würden, das wußte Harrh ſehr wohl, und kämpften ſie für ihr eigenes Eigenthum, ſo fochten ſie ja auch für das ſeinige, ſeine Gegenwart war deshalb zum Schutze deſſelben ſehr entbehrlich, ſei- nem Wohle aber, ſeiner perſönlichen Sicherheit ſtand ſie ſchroff entgegen. Er hatte ſich darum kurz entſchloſſen, der Republik und den Gefahren, denen man ſich jetzt in ihr ausſetzte, Lebewohl zu ſagen und ſtatt des Schießens


