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„Schnell, Mac.Coor, hier iſt die Leiter!“ riefen ſeine Freunde von oben ihm zu; er erfaßte die Strick. leiter, ſchwang ſich auf die Mauer und war wenige Mi⸗ nuten ſpäter, von ſeinen Freunden umgeben, im Freien.
Blancha ſaß am offenen Fenſter und ſchaute mit thränenfeuchten Augen zu den Sternen auf; es waren aber Glücksthränen, die ihnen entquollen, Thränen des Dankes, den ſie in ſtillem Gebet zum Himmel ſandte, Es war ihr ſo leicht, ſo wohl um das Herz, als ſei ihr eine erdrückende Laſt von demſelben genommen, und tief athmete ſie auf als athme ſie die Freiheit des Ge⸗ liebten. Da fiel ein Schuß, Blancha fuhr zuſammen, der Schall kam in der Richtung von dem Gefängniſſe her.
„Gott beſchütze Mac⸗Coor, er hat ſein Leben, ſeine Freiheit für Albert eingeſetzt“ ſagte ſie halblaut und faltete zum Himmel aufblickend die Hände vor ihrer Bruſt. Da krachte ein zweiter Schuß von dem Gefäng⸗ niſſe her durch die ſtille Nacht.
„O Gott, ſei ihm gnädig, er hat eine gute That gethan!“ flehte Blancha wieder und ſah lauſchend nach der Gegend hin, wo das Gefängniß ſtand. Alles blieb aber jetzt ſtill und nur Trink. und Wirthshausgäſte be⸗ lebten noch von Zeit zu Zeit die Straßen.
Blancha hatte ſich wieder am Fenſter niedergelaſſen und ſpähte immer unruhiger, immer beſorgter auf den


