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rend dieſer eben ſein letztes, herzzerreißendes Lebewohl an Blancha gab. Es war ein ſchwerer Abſchied und den⸗ noch ein beglückender, denn es war ein Abſchied an den Tod bei Rückkehr in das Leben. Trennen aber konnten die Liebenden ſich immer noch nicht, bis der Mann aus dem Boote heraufrief:„Herr Randolph, es iſt die höchſte Zeit!“ worauf dieſer noch einmal die Geliebte an ſein Herz preßte und dann vom Ufer hinab in den Nachen ſprang.
„Lebe wohl!“ tönte es zwiſchen den eiligen Ruder⸗ ſchlägen von der dunkeln Flut herauf und„Lebe wohl!“ antwortete Blancha mit bebenden Lippen und ſtreckte ihre Arme weit über den Abhang hinaus dem Schiffchen nach, das wie ein ſchwarzer Punkt über die dahinja⸗ genden finſtern Wogen zu fliegen ſchien. Das Auge ver⸗ lor bald den letzten Haltpunkt an dem fliehenden Ge⸗ liebten, doch Blancha's Ohr lauſchte noch lange dem einförmigen Ton der Ruder, und erſt als deren letzter Klang auf der weiten Waſſerfläche in der Ferne ſich verlor, trat ſie in ſtummem Dankgebet zu dem Allmäch⸗ tigen, von dem fremden Manne gefolgt, den Heimweg an.
Bald nachdem Blancha mit Albert das Gefängniß verlaſſen hatte, kehrte der Wärter nach der Zelle des Verurtheilten zurück und ſagte, indem er ſich der Thür
nahte, halblaut vor ſich hin: Armand, Saat und Ernte. UII. 2


