258
Mannſchaft vor ihnen flüchten mußte. Doſamantes aber war vertraut mit den Schrecken der See und zeigte ihnen die Stirn entſchloſſener, als dem Piraten, den jetzt ſein Blick nicht mehr erſpähen konnte. Er trug Laternen hinaus und befeſtigte ſie auf dem Ver⸗ deck, er ſelbſt legte Hand an eins der rollenden Fäſſer und warf es mit Hülfe Strabo's und Kelly's über Bord. Nun folgten die Matroſen ſeinem Beiſpiel, und bald war das Verdeck geräumt. Noch ein zweiter Anker wurde dann in die See verſenkt, um durch ſeine Kette das Schiff noch mehr zu feſſeln, und dann
ließ der Capitain die Luken öffnen und begann die
Ladung über Bord zu werfen. Der Sturm aber nahm mit jeder Minute an Gewalt zu und mächtiger und wüthender ſtürzten ſich die Wogen gegen das Fahrzeug.
Elviſe ſtand bebend in dem Eingang der Cajüte, hielt ihre Augen auf ihren Vater geheftet und ſandte flehend ihre inbrünſtigen Gebete zum Himmel. Dabei leuchtete das Feuer von dem Leuchthaus immer heller durch die Finſterniß herüber und deutete den Be⸗ drängten auf der Tritonia an, daß man dort ihre Gefahr bemerkt habe.
Mit einem Krach, als berſte das Schiff ausein⸗ ander, brach plötzlich die ſtärkſte Ankerkette und das Fahrzeug erbebte unter dem Riß an der andern.
„Kappt die Maſten!“ ſchrie Doſamantes der Mann⸗ ſchaft zu, ſprang ſelbſt, mit einer Axt in der Hand,


