253
Waſſer die ie Schnelligteit des Schiffes gemeſſen, um ſich zu überzeugen, daß ſie zugenommen hatte. Nachmittags wurde der Wind wieder bedeutend heftiger, ſo daß ſich Doſamantes durch die Nothwen⸗ digkeit getrieben ſah, Segel einzunehmen, denn die Maſten knarrten und ächzten unter ihnen. Die Küſte von Florida ward bald zur Rechten ſichtbar und zur Linken hoben ſich die Tauſende von ſchwarzen Felſen, die ſich von den Bahamainſeln bis nach Cuba hin⸗ unter ziehen, aus dem Meere hervor, deſſen Wogen ſich ſchäumend und an ihnen S über ihren Spitzen brachen. Die warme Luft bekundete, wie weit das Schiff nach Süden vorgedrungen war, und ihre Schwüle, . ſowie das in Südoſt aufſteigende ſchwere Gewölk ver⸗
——————
kündete Gewitter. Mit banger Ahnung blickte die Mannſchaft der Tritonia nach jenen Wolken und dann wieder zurück
nach den Segeln des fernen Sturmvogels. Der Abend nahte, das ſchwarze Gewölk verdrängte das letzte Blau des Himmels von dem weſtlichen Ho⸗ rizont und verdeckte die ſich ſchon neigende Sonne. 4 Ein unheimliches Düſter hatte ſich über die See ge⸗ legt, die dunkeln Wogen hoben ſich höher und über⸗ ſchlugen ſich mit ihren weißen Köpfen, die Wolken ſchienen ihre Wucht nicht länger tragen zu können und ſich auf die wogende Fluth herabzuſenken.


