bleich ſitzt er den ganzen Tag.— Endlich am andern Tag ſcheint er ſich zu beſinnen; er ſteht auf und naͤhert ſich ſeinem Schreibtiſch— irrig lächelnd greift er nach einer Brieftaſche, er holt ein kleines Bild daraus hervor, und haͤlt es mechaniſch dem Kammerdiener hin.— Ja, ſagt dieſer; guter, armer Duval, ich kenne dieß wohl— es iſt Mlle. Lucie, ich ſah ihr Bild ſchon beim Herrn Grafen.
Kaum hat er die ungluͤcklichen Worte ge⸗ ſprochen— als mit einem entſetzlichen Lachen ſich Duvals ganzes Geſicht verzerrt. Seine lang verhaltene Wuth bricht fuͤrchterlich aus— er ſtuͤrzt durch die Kuͤche, wo er eine Axt ergreift, nach Hortenſiens Zimmer— dort glaubte er Lugien und den Grafen zu finden— und wuͤrde ohnfehlbar Dieſe oder Jenen ſeinem Grimm ge⸗ opfert haben, wäre er nicht mit dem Fuß an einem Teppich hängen geblieben und geſtuͤrzt— worauf man ſich ſogleich ſeiner bemaͤchtigte, und ihn, deſſen Raſerei nun zum volligen Ausbruch kam, auf ſeinem Zimmer gebunden einſchloß.
Der Graf beurlaubte ſich bei der Herzogin;


