war, den Leo's Liebe ihr hienieden zu bieten vermochte.
Voll ſtarren Schmerzes folgten beide Bruͤ⸗ der der Leiche des geliebten Maͤdchens.—
Ich habe Dich geliebt, Erwin, hatte ihr ſterbender Mund dem Geliebten geſagt— ich
konnte ewig nur Dich lieben!— Jetzt druͤckte
dieſer einen leiſen Kuß an die kalten, bleichen Lippen der Entſchlafenen. Ruhe ſanft, Geliebte, fluſterte er, ich liebe Dich, ich liebe Dich ewig, und nie, ich ſchwöre es Dir, wird dieſer Arm ein Weib liebend umfaſſen— nie dies Herz an einem weiblichen Herzen ſchlagen— Dir allein gehoͤrt meine Liebe— ewig Dir meine Treue!—
Duͤſter und ſchwermuͤthig kehrte Erwin nach Tannenhof zuruͤck— doch ſeiner gefuͤhlvollen Seele warteten noch herbere Schmerzen!—
Der Krieg war ausgebrochen. Leo wollte ſeinen Schmerz hinaustragen ins wilde Getuͤm⸗ mel des Kriegs— er ſank Abſchied nehmend in Erwin's Arme.—
O, bleib! bat dieſer; doch vergebens— Leo ſchloß ſich einem Freicorps an— er kaͤmpfte


