Teil eines Werkes 
[1. Band] (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

260

legte ihre thraͤnenfeuchte Wange an mein ſchmerz⸗ lich bewegtes Herz, und bat ſie, ſelbſt mit Thränen, nach eigner Faſſung ringend, ſich zu beruhigen, und dann meiner unendlichen Liebe zu ihr zu vertrauen, mir, Alles zu er⸗ 3. Alwine aʒhle nach einigen Momenten.

Wirklich hatte ſich die Nachricht von Theo⸗ dor's Tode in der Stadt verbreitet, und war, wie ich richtig vermuthet hatte, die alleinige Urſache von Alwinens Krankheit, ihrem nach⸗ herigen Truͤbſinn.

Ihre Mutter hatte mich liebgewonnen, in mir einen anſtändigen Verſorger fuͤr ihre Toch⸗ ter gefunden, und Alwine um ſo lieber den dringenden Vorſtellungen der Mutter nachge⸗ geben, als ich ihr wirklich der einzige Mann, welcher aus dem ganzen Männerkreiſe allein ihr die Stelle ihres Theodor's zu erſetzen vermoͤchte, erſchienen. Plötzlich habe Hedwig vor einigen Wochen einen Brief vom Bruder bekommen aus welchem ſie erſehen, daß er ſelbſt keine Ahndung hat von dem Geruͤcht, das ihn un⸗ ter die Todten geworfen vielmehr eines ge⸗