Teil eines Werkes 
[1. Band] (1828)
Entstehung
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Alwine druͤckte die überſtroͤmenden Augen in ihr Tuch dann raffte ſie e ſi ich auf und fragte betroffen:

Mein Gott! iſt in dieſem unglüͤcklichen Ver⸗ haltuiſſe noch das allerleiſeſte, das Ihnen durch meine Mutter nicht aufgeklärt ward?

Ihre Mutter, gute Alwine, fuhr ich fort, wird wie jede fein fuͤhlende Ihres Geſchlechts, es empfinden, daß es Ihnen, theures Maädchen, zukommt, Ihrem Freunde Ihr Herz ruckſichts⸗ los zu enthüllen und auch nur durch Sie will ich erfahren, welch ein Ende Ihre Liebe zu dem früher Geliebten genommen ich bitte Sie, Alwine, mir zu vertrauen, mir zu glau⸗ ben, wenn ich Ihnen ſage, daß Ihr Glück, Ihre Zufriedenheit mir höher gilt, als die eigene. Alwinens Thränen floſſen; ich ſah, wie friſch blutend noch die Wunde war, welche der Tod Theodor's ihrem Herzen geſchlagen. Gutes Mädchen, ſagte ich daher mit den ſanf⸗ teſten Tönen, welche ihr meinen Antheil ver⸗ rathen, und das unheimliche Gefuͤhl des gall⸗ ſüchtigen Neides niederdruͤcken ſollte, das in mei⸗ nem Buſen aufſtieg gutes Mädchen, ſind