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Da trat des Miniſters Kammerdiener her⸗ ein, und uͤberreichte mir, geheimnißvoll lächelnd, ein Billet ſeines Herrn— ich las— und die Buchſtaben tanzten im Takt der Hochzeits⸗ polonaiſe, welche ich halb laut für mich ſummte, vor meinen Augen.
Der Miniſter ſchrieb:
Den 2. kuͤnftigen Monats Vormittags 9 Uhr erwarte ich Sie, lieber Sternau, um ſie dem Kabinet als meinen Sekretair vorzuſtellen ꝛc.
Zu viel, zu viel! wisperte ich, die wei⸗ nenden Augen am Freudenblatte trocknend; o guter Gott!
Ich ſchickte ein Dankgebet, aus tiefſter Bruſt, zu dem Geber aller Güter, dem Vater
dort oben, der ſo gnaͤdig ſeines beſten Segens
Fuͤllhorn uͤber mich Unwuͤrdigen ſchüttete, dann pochte ich leiſe an die Nebenthür, um meine allerliebſte kleine Frau Kabinetsſecretairin zu begrußen.
Alwine war ausgegangen. Mama bewill⸗ kommte mich aͤngſtlich, und halb verſchämt zu⸗ folge meines vorigen ungeſtuͤmen Betragens. Mich kuͤhlte ihr ſichtliches Sprodethun um ein


