Teil eines Werkes 
[1. Band] (1828)
Entstehung
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welche uns gegenuͤber wohnte, ſpazieren gehend, da es mir, dem mit unendlichen Geſchäften Ue⸗ berhaͤuften, nur ſelten gegoͤnnt war, ſie beglei⸗ ten zu koͤnnen.

Aber trotz der vielen Bewegung in freier Luft, trotz meiner unermudeten Aufmerkſamkeit und Zartlichkeit gegen ſie, trotz der Mutter of⸗ ter geaͤußerten, fröhlichen Vorſtellung von un⸗ ſern kuͤnftigen, gluͤcklichen Leben, ſchwand die Röthe zuſehend von Alwinens Wangen, des reinen, hellen Auges Glanz erloſch, und immer tiefer druͤckte ſich, immer ſichtbarer ein feindli⸗ cher Schmerz in die ſchoͤnen, erbleichenden Züge.

Was fehlt Dir Geliebte? hatte ich ſchon oft gefragt.

Aber Alwine ſchuͤttelte ſanft den blonden Lockenkopf, nur leiſe, kaum bemerkbare Seuf⸗ zer enthauchte die bedrängte Bruſt— dann hob ſie das bedeckte Auge, ſah mit deſſen Flammen⸗ ſtern auf mich, als wolle ſie meine Seele durch⸗ ſchauen, druͤckte leiſe meine Hand, und ent⸗ ſchlupfte den weitern Fragen.

Ich fand mich aus dunklem Sinnen auf meinem Sorgenſtuhl wieder— nur matt noch