die blaſſen Lippen ſich allmaͤhlig rötheten, und ein roſiger Schimmer die Sammetwange uͤber⸗ hauchte— da faßte mich ein unnennbar weh⸗ müthig, ſüßes Gefühl— und meine bebende Hand vermochte kaum den LTeller zu halten, der Athem erſtarb in meiner Bruſt, ich haͤtte niederſturzen und ſterbend rufen mögen: Al⸗ wine, ich liebe Dich— ich liebe Dich ewig! Die Krankheit war vorüber, Alwine das ſanft heitere Geſchöpf wie vorher; allein in meinem Buſen hatte der Aderlaß eine Flamme entzuͤn⸗ det, welche raſch um ſich greifend, mich zu verzehren drohte— ich fuͤhlte, ich liebte Al⸗ winen mit einer Stärke, von deren Möglich⸗ keit ich fruher gar keine Ahndung hatte.— ch naͤherte mich dem Mädchen mehr und mehr— ſeit der Krankheit war die Mutter zutraulicher gegen mich geworden, ich hatte ſie waͤhrend derſelben oͤfterer beſucht— jetzt ſetzte ich dieſe Beſuche fort, und zu offen in allen meinen Handlungen, hatte ich, ſchüchtern erſt, dann beherzter, der Mutter meine Abſichten auf ihre Tochter merken laſſen, und gab mich den ſe⸗ ligſten Lräumen hin, als ich ſah, wie die Mut⸗
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