ſchnell in das Land, wo keine Trennung m iſt— ich blieb allein zuruͤck! Ein vereinzelter Stamm!—
Du allein biſt mir geblieben von einer zahlreichen Verwandtſchaft! O Julius, vor zwei Jahren dachteſt Du beſſer, als jetzt! Du warfſt Dich an mein tief verwundetes Herz, und ſchwurſt, durch Deine Liebe mir Gattin und Sohn erſetzen zu wollen! Jetzt willſt auch Du mich verlaſſen?
Der Schmerz hatte in dieſem Moment ei⸗ nen maͤchtig erſchütternden Zug über die ſonſt ſo liebevollfreundlichen Züge des Oheims ge⸗ haucht. Die kräftige, hohe Geſtalt ſtand ge⸗ beugt, durch die innere Anregung, vor mir. Und die zitternde Stimme, mit welcher er die letzten Worte ſprach, nahm mir alle Wun⸗ ſche aus der Bruſt, die nicht im Einklange wa⸗ ren mit dem Wollen des theuern Greiſes.— 4 Ich ſchwieg, und reichte ihm geruͤhrt beide Haände dar.—


