ich gebe Dir den wackern, alten Kilian an Hand, er iſt in Geſchaften bei mir grau ge⸗ worden, er wird Deiner Unerfahrenheit vovn großem Nutzen ſeyn, und ſo arbeiteſt Du Dich pen à peu in die Geſchaͤfte ein, bis zu erſter Vacanz irgend einer conſiderablen Stelle.
Mein Gott, unterbrach ich den Redſeligen; theurer Oheim, es wird doch nimmermehr Ihre Meinung ſeyn, mich ſogleich fuͤr die Lebens⸗ zeit anſchmieden zu wollen? Sie wiſſen, Theu⸗ rer, wie in meiner Bruſt das Verlangen glüht, mich erſt in der Welt umſehen zu wollen!— Gönnen Sie mir einen kurzen Ausflug von ei⸗ nigen Jahren! Noch habe ich von der Welt und ihrem Treiben nichts kennen gelernt, was nicht im engſten Zuſammenhang mit meiner Wiſſenſchaft geſtanden.— Es treibt mich hin⸗ aus, ins Weite, ins Freie— ich mochte wiſ⸗ ſen, welche Menſchen hinter jenen Bergen le⸗ ben! ich möchte ihre Sitten, ihr Thun und Treiben kennen, beurtheilen lernen. Mein Oheim,
laſſen Sie mich reiſen!—


