nen? D Mimili, nimm mich auf an Deinem kindlichen Herzen, voll frommer Einfalt! Kehre mich Dein ſtilles, gnügſames Gluͤck verſtehen, und heile die Wunden meiner Bruſt, die ein nie zu erſättigendes Gefühl mir ſchlug!
Ich hatte meine Arme feſt um die, vor meinem geiſtigen Auge ſchwebende, Mimili ge⸗ ſchlungen, und drückte meine naſſen Augen an ihre Bruſt— da ſtörte mich die wispernde Stimme Kilians aus meinem ſeligen Traum, der ſich zufolge der ſchnellgeleerten Rheinwein⸗ flaſche, in einer tiefbewegten Stimmung, wahr⸗ ſcheinlich von dem nämlichen Drange beſeelt, ſein uͤbervolles Herz an ein verwandtes zu legen, halb zaͤrtlich, halb ſcheu meinen Umarmungen hingegeben hatte, feindſelig auf.—
Mimili? fragte er, ſich die tropfenden, gläſernen Augen mit dem Stöpfſel trocknend?
Mimili? ich?— Vergebung, theurer Herr, ich heiße eigentlich Kilian.


