Teil eines Werkes 
[1. Band] (1828)
Entstehung
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Da ſtand ich auf der lieblich gruͤnenden

Höhe und mein Auge ſchwelgte in dem Reich⸗

thum, den die Natur zu meinen Fůßen entfaltete.

Sey mir gegruͤßt! Du ſchönes freundliches Luzern! Du Denkmal heldenmuͤthiger Kraft und Freiheitsliebe. Blicken dort nicht am linken Ufer Deines vierarmigen See's aus duͤſtern Ulmen und Buchen die grauen Ueberreſte der Feſte Habsburg heruͤber? Erhebt nicht aus dem Hintergrunde der ſtolze Riggi mächtig ſein Haupt empor?

Und wo! Wo iſt Kuͤßtnacht? fragt mit Ungeduld das klopfende Herz. Wo der ſichere Pfeil des kühnen Schuͤtzen, die Bruſt des Tyrannen traf? Wo ſchwuren die muthvollen Maänner den Eid der Treue? Wo brannten die Feuer zum Zeichen, die Stunde der Freiheit ſey gekommen? Wo iſt die Platte, auf welche der kühne Schiffer den Rettungsſprung that, das Schifflein des Würgers hinausſchleudernd in die toſende Fluth?