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Liebesantrag irgend eines lächerlichen Hertn. Ottilie ſtand immer noch leichenblaß und zit⸗ terte an allen Gliedern. So nimm dich doch zuſammen, fuhr Eleonora fort, und bedenke, wo du biſt, anderthalb viertel Meile von Bamberg, dicht bei einem Gaſthof, am lichten hellen Mit⸗ tag, wovor fuͤrchteſt du dich denn? Iſt er fort, fragte Ottilie, und ſah ſich ſcheu nach al⸗ len Seiten um. Ei fteilich, lachte Eleonora und ſieh, welch' ein theures Pfand in deiner Hand zuruͤckgelaſſen worden iſt. Aber mach' doch das duftende Papierchen auf, denn ich bin erſtaun⸗ lich neugierig, wem es denn eingefallen iſt, ſich in die ſchoͤne Frau des jungen Mahlers Otbert zu verlieben. Sieh, fuhr ſie fort, und nahm der Freundin das Blatt aus der Hand, wie fein duftend nach Roſenol und Lavendelwaſſer, o koͤſtlich, was muß das fuͤr ein gefährlicher junger Mann ſehn, wenn er ſich des Herzens ſo leicht als der Naſe bemeiſtert, o! koſtlich, herrlich; und dazu mit blauer Oblate geſiegelt! ei ei, wie ſchoͤn, aber bitte, bitte, oͤffne
doch. Unter dieſem Reden war Ottilien die Be⸗
ſinnung wieder gekommen, und ſie fing an recht


