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Onkel Tom's Hütte / von Beecher-Stowe ; frei nach dem Englischen von A. Eltze
Entstehung
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Das iſt Recht, ſagte ſein Vater,verlaſſe Dich nur auf Dich ſelbſt, mein Sohn. Du haſt eine beſſere Ausſicht als je Dein armer Vater gehabt hat. In dieſem Augenblicke hörte man an die Thüre klopfen,

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und Eliza ging um zu öffnen. Das entzückteAch, Sie ſind es! ruft ihren Gatten herbei, es war der gute Paſtor von Amherſtberg, in Begleitung zweier Damen, und Eliza nöthigte Alle, Platz zu nehmen.

Der gute Paſtor hatte unterwegs genau mit ſeinen Be⸗ gleiterinnen verabredet, wie ſich das Drama entwickeln ſollte. Man denke ſich ſeinen Schrecken, während er ſich räusperte um anzufangen, als Madame de Thour das Ganze über den Haufen warf, indem ſie ihre Arme um Georges Hals ſchlang und rief;O George, kennſt Du mich nicht, ich bin Deine Schweſter Emilie! Caſſy war gefaßter und hätte ihre Rolle gut geſpielt, wenn nicht plötzlich die kleine Eliza ganz in der⸗ ſelben Geſtalt, gerade wie ihre Tochter zur Zeit war, wo ſie ſie zum letzten Male geſehen hatte, vor ihr erſchienen wäre. Die Kleine ſchaute ihr ins Geſicht und Caſſy wurde dadurch ſo überwältigt, daß ſie das Kind in ihre Arme ſchloß und rief, wie ſie es in dieſem Augenblick auch wirklich glaubte: Du Liebling, ich bin Deine Mutter! Unter ſolchen Um⸗ ſtanden war es wohl eine ſchwierige Sache, alles nach ange⸗ gebener Ordnung zu machen; doch zuletzt gelang es dem guten Paſtor, ſeine einſtudirte Rede noch anzubringen, ſo daß alle ſeine Zuhörer zu ſchluchzen begannen. Sie knieten zuſammen nieder und der gute Mann betete, denn es gibt Gefühle, welche ſich nur ertragen laſſen, wenn man ſie zu Gott aus⸗ ſprechen kann.

Das Tagebuch eines Miſſionärs unter den kanadiſchen Flüchtlingen enthält Thatſachen, welche befremdender klingen als Dichtungen. Wie kann es anders ſein, wenn ein Syſtem in einem Lande Familien auseinander reißt und die Glieder derſelben zerſtreut, wie der Wind das Herbſtlaub? 4 Dieſes Land der Zuflucht verbindet öfter, gleich dem ewigen Reiche, Herzen, welche ſich Jahre lang als verloren betrachtet hatten, zur freudigen Gemeinſchaft wieder. Es liegt etwas Unausſprechliches in der Innigkeit, womit jeder Ankömmling aufgenommen wird; wenn er vielleicht Nachrichten von Mutter, Schweſter, Weib oder Kind, welche noch in der Sklaverei

ſind, mitbringt. Heldenthaten werden hier ausgeführt, größer als die, welche wir in Romanen leſen, wenn der Flüchtling der Tortur und ſelbſt dem Tode trotzt und freiwillig zu den

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