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Onkel Tom's Hütte / von Beecher-Stowe ; frei nach dem Englischen von A. Eltze
Entstehung
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ſo, ſchwitzend vor Angſt, dalag, war das Geſpenſt mit einem mal verſchwunden, er ſprang auf, faßte an die Thüre, und jetzt war ſie feſt verſchloſſen. Er fil ohnmächtig nieder. Von nun an wurde Legree Trinker aus Verzweiflung, und in Folge deſſen binnen Kurzem gefährlich krank. Gerade als dies be⸗ kannt wurde, hatten die Neger mit Grauſen zwei weiße Ge⸗ ſtalten aus der Hausthür ſchlüpfen ſehen, und der Leſer wird wohl errathen, daß dies Caſſy und Emmeline waren, welche ſich auf die Flucht machten.

Es war nach einigen Tagen bei Sonnenaufgang als Caſſy und Emmeline in der Nähe einer kleinen Stadt an⸗ langten. Caſſy war als ſpaniſche Creolin ſchwarz gekleidet, und hatte einen dicken Schleier vor'm Geſicht, und Emmeline figurirte als ihre Dienerin. Caſſy hatte aus früheren Zeiten Anſtand und Lebenskenntniß genug behalten, um ihre Rolle durchzuführen. Sie gingen in einen Laden und kauften ſich einen Reiſekoffer, den ſie ſich gleich nach den beſten Gaſthauſe bringen ließen. Die erſte Perſon welche ihnen begegnete war Georg Shelby.

Sie hatte ihn ſchon von ihrem Bodenverſteck aus be⸗ merkt, wie er ſich um Tom beſchäftigte, und aus der ganzen Art wie er ſich auf dem Gute benommen hatte, Zutrauen gefaßt, und hoffte, daß ſie von ihm am allerwenigſten Verfolgung zu befürchten hätten. Caſſy war genügend mit Geld verſehen, um in dem Gaſthofe anſtändig aufzutreten, und erregte keinerlei Verdacht, ſo daß ſie ungehindert an Bord ging, als das Boot anlangte, mit Georg zugleich, der ſie mit kentuckyſcher Galanterie führte, und ihr eine bequeme Kajüte aufſuchte.

Von dem Augenblick an, wo Georg Caſſy zum erſten Mal ſah, tauchte in ihm eine jener dunklen Erinnerungen auf, wie dies ſo geſchieht ohne daß man ſich davon Rechen⸗ ſchaft geben kann. Er verfolgte ſie gedankenvoll mit dem Auge, ſo oft er ſie fah, ſo daß Caſſy zuletzt ängſtlich wurde, und beſchloß, ſich lieber ſeinem Edelmuth gänzlich anzuver⸗ trauen, und ihm ihre Geſchichte zu erzählen.

Georg war vollkommen zur Theilnahme bereit für eine Perſon, die aus Legrees Pflanzung kam, ein Ort, der ihn in Gedanken mit Abſcheu erfüllte, und verſicherte Caſſy, mit der der Jugend eigenen Hingebung, daß er ihr nach Kräf⸗ ten behülflich ſein wolle.

Neben Caſſys Kajüte logierte eine Franzöſin, Namens de Thour nebſt ihrer kleinen hübſchen Tochter. Als dieſe