dunklen Augen, und durchfuhr mit der Hand ſeine dichten Locken.
„Er ſieht Dir ganz ähnlich, Eliza und Du biſt das ſchönſte Frauenzimmer, das ich je geſehen, und das beſte, das ich je zu ſehen wünſchte. Doch ach, ich wollte, ich hätte Dich nie geſehen, noch Du mich!“
„Aber George, wie kannſt Du nur ſo ſprechen!“
„Ach Eliza, es iſt elend! elend! elend! mein Leben iſt bitter wie Wermuth; mir brennt das Leben aus den Adern und ich bin ein armes, verlaſſenes und elendes Laſtthier! Ich werde Dich nur mit mir hinabziehen. Was nützt es zu probiren, etwas zu thun, etwas zu lernen, etwas zu werden? — Was nützt das Leben?— ach ich woilte, ich wäre todt!“
„Mein lieber Georg, das iſt recht häßlich von Dir, ich weiß, was Du fühlſt, weil Du um Deine Stelle in der Fa⸗ brik gekommen biſt und Du haſt einen harten Herrn; doch ich bitte Dich, ſei geduldig, vielleicht wird noch etwas—“
„Geduldig!“ unterbrach er ſie,„war ich nicht geduldig? habe ich ein Wort von mir gegeben, als er kam, um mich ohne allen Grund von dem Orte zu reißen, wo gegen mich Alle freundlich waren. Ich gab ihm meinen Verdienſt bis
auf den letzten Cent, und alle ſagen, daß ich gut arbeitete.
„Nun, es iſt entſetzlich!“ erwiderte Eliza;„doch Du weißt, daß er Dein Herr iſt!
Mein Herr? und wer hat ihn zu meinem Herrn geſetzt? dies iſt's woran ich denke.— Was für ein Recht hat er auf mich! Ich bin ein eben ſolcher Menſch, wie er; ich bin ein
brauchbarer Menſch wie er; ich verſtehe von den Geſchäften
mehr wie er; ich verſtehe beſſer zu leſen, wie er und ſchreibe eine beſſere Schrift, und Alles habe ich mir ſelbſt gelernt, ohne ihn etwas zu verdanken— ich habe es trotz der Hin⸗ derniſſe, die er mir in den Weg legte, gelernt, und nun möchte ich wohl wiſſen, welches Recht er beanſprucht, mich zu
ſeinem Karrengaul zu machen? mich von einer Sache wegzu⸗
nehmen, die ich mache, und die ich beſſer machen kann, wie er, und mich zu Arbeiten zu gebrauchen, die jedes Pferd in thun fähig iſt. Ich beſtrebe mich, es zu thun, er ſagt, wolle mich beſcheiden und demüthig machen, und er ttellte zu mit Abſicht an die gemeinſten und ſchmutzigſten Arbeiten.“ „D, George, Grorge! Du bringſt mich in Schrecken. Dich habe ich nie ſo ſprechen hören; ich befürchte, daß Du etwas Gräßliches zu thun beabſichtigſt! ich wundere mich nicht 2
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