3 Gentlemans, und die Einrichtung des Wohngebäudes und der Wirth ſchaft zeigten behagliche und wohlhabende Umſtände. Beide wie bereits erwähnt, in tiefem Geſpräch.
„Das iſt die Weiſe, wie ich die Sache regeln würde,“ ſagte Mr. Shelby. 4 „Ich kann auf dieſe Art das Geſchäft nicht abmachen
— ich kann es in der That nicht, Mr. Shelby,“ entgeg⸗ nete der Andere, ein Glas Wein zwiſchen ſein Auge und das Licht haltend. „Ah, Haley, Tom iſt ein ſehr geſcheidter Burſche und die Summe gewiß werth; er iſt ſtill, ehrlich und gewandt, ſo daß er meine ganze Wirthſchaft wie eine Maſchine im Gange hält.“ „Sie denken, ehrlich wie die Neger alle ſind,“ ſagte Haley, ein Glas Branntwein ſich einſchenkend. „Nein, er iſt's in der That. Tom iſt ein guter, fleißi⸗ ger, vernünftiger und frommer Burſche, bei einer Feldpredigt⸗ verſammlung iſt er vor vier Jahren fromm geworden, und ich denke, ſeine Frömmigkeit iſt die rechte Art. Seit dieſer Zeit habe ich ihm Alles, was ich beſitze— Geld, Haus, Pferde— zu verwalten gegeben und überall im Lande um⸗ 5 hergehen laſſen und ihn ſtets rechtſchaffen erkannt.“ „Die meiſten Leute zweifeln, daß es fromme Neger giebt, Shelby,“ erwiderte Haley mit einer Handbewegung, um ſei⸗ nen Worten Nachdruck zu geben,„ich glaube es. Unter dder letzten Truppe, die ich nach Orleans brachte, befand ſich ein Burſche, deſſen Gebet zu hören eben ſo gut war wie eine Predigt, und er war ſo ſanft und ſtill wie irgend Einer. Er brachte mir auch ein ſchönes Sümmchen ein; denn ich kaufte ihn billig von einem Manne, der gezwungen war,
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Gut zu veräußern und erhielt Sechshundert für ihn. Die Religion bei einem Neger halte ich für eine koſtbare Sache, wenn ſie ächte, reine Waare iſt.“
„Nun, wenn ſie je ein Menſch beſeſſen hat, ſo hat Tom die ächte Waare,“ ſagte der Andere.„Im vergangenen Herbſt„ 3 ließ ich ihn erſt nach Cincinati gehen, um dort Geſchäfte für nntch abzumachen und fünfhundert Dollar mitzubringen. Tom, ſagte ich ihm, Dir vertraue ich, weil ich weiß, daß Du ein Chriſt biſt— ich weiß auch, daß Du mich nicht hintergehen wirſt. Tom kam richtig auch wieder— ich wußte dies be⸗ ſtimmt. Ich hörte ſogar, daß einige gemeine Menſchen zu ihm geſagt hätten: Warum, Tom, gehſt Du nicht nach Ca⸗ nada?—„Der Herr hat mir getraut und ich kann ihn nicht
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