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Die Schmuggler
Entstehung
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ſchnell ein Ende zu machen. Er gab den Prima⸗ nern die Stunde frei, ſchlich in ſeine Stube, be⸗ fahl der Magd eine Flaſche Elfer zu bringen, leerte ſie in wenigen Zuͤgen, und verfuͤgte ſich mit ſchwerem Herzen nach dem Zimmer der Schwaͤge⸗ rin. Hand und Fuß zitterten, der Athem ſtockte ihm, als er an der Thuͤre anlangte. Leiſe legte er das Ohr an, er vernahm nichts, als ein leiſes Flu⸗ ſtern und Rauſchen wie von Kuͤſſen, aber er ſchrieb dieſe Laute dem Weine in ſeinem Kopfe zu, ſchoͤpfte ſich Muth und drehte die zierliche Hand am Schloſſe herum. Die Thuͤre ging auf aber hilf ewiger Himmel! was mußte der zum Tod er⸗ ſchrockene Mann erblicken! Die Schwaͤgerin wand ſich gluͤhend aus den Armen eines jungen, hubſchen, elegant gekleideten Mannes, mit welchem ſie auf dem Sopha geſeſſen hatte.

Aber ums Himmels willen! rief Madame Scheller, ſich zuerſt ſammelnd,leſen ſie denn jetzt nicht Horaz in Prima?

Mein, wie Sie ſehen, Frau Schwägerin, ich leſe nicht Horaz in Prima.

Aber wie kommen Sie denn hierher auf mein Zimmer? Was wollen Sie denn hier?