nem gehorſamſten Berichte noch einen wichtigen Punkt von der Pruͤgelei des Conrektors und dem Eingeſtaͤndniſſe des Hauptmanns bei. Dieſer hatte
unterdeſſen Zeit ſich ganz zu ſammeln, und da ihm gar nicht entging, daß er dem erboſten Rektor ei⸗ nen wichtigen Dienſt leiſte, ſo verfehlte er nicht, ſich von Minute zu Minute breiter zu machen, ſo daß der Rektor, nachdem er den letzten Tropfen ſeines Giftes auf das Papier gegoſſen, verwundert nach dem abgedankten Kriegsmann blickte, welcher aujgeblaſen, Haar und Bart buͤrſtend und die Reit⸗ gerte ſchwingend durch die Stube ſchritt, daß das ganze Haus erdroͤhnte. Der Rektor verfolgte mit blinzelnden Augen den rumorenden Gang ſeines Gaſtes, und eine Wolke des Unmuthes um die an⸗ dere ſtieg auf die Stirne des gelehrten Mannes; denn alſo hatte noch kein Sterblicher gewagt, durch dieſen ſtillen, den Muſen und ihren großen Prie⸗
ſtern geheiligten Tempel zu ſegen, daß die Buͤcher
wie vor innerer Angſt zitterten. Endlich erhob ſich
der Rektor und fragte mit abgemeſſener Kaͤlte: „Welcher Zufall verſchafft mir die Ehre?“— „Kein Zufall! Bei Leibe kein Zufall, verehr⸗
teſter Herr Rektor!“ verſetzte der Hauptmann cor⸗


