220 ſeiner Dame. Nach langem Suchen kamen ſie an die Hinterthuͤre des Hauſes, welche mit einem klei⸗ nen Dache uͤberbaut war. Die Dame druckte ſich in die Ecke der Thuͤre, und Roſer begann ſeuf⸗ zend:„In wunderbarer Conſtellation fuͤhren die Parcen unſern Lebensfaden zuſammen; werden ſie ſich meiner nicht erbarmen und den meinigen an den Ihrigen knuͤpfen laſſen, liebenswuͤrdigſte aller Frauen, ſo wird die grauſame Scheere den meini⸗ gen zerſchneiden. Werden Sie mir zuͤrnen, daß ich Ihnen geſtehe, wie mein Herz in lichten Flam⸗ men fuͤr Sie brennt? O Sie wiſſen es ja, Sie kennen meine Glut; denn das Schickſal ſpielte ſo wunderbar mit uns, daß Sie ſelbſt Zuhoͤrerin mei⸗ ner Beichte wurden, die ich hinſichtlich Ihrer der verliebten Lalage ablegte. Was werden Sie mir darauf erwiedern? Wollen Sie mich in den Olymp hinauf heben, oder in den Tartarus hin⸗ abſtoßen? denn Ihre Liebe iſt mir Leben und Se⸗ ligkeit, Ihre Richtliebe Tod und Verdammniß. Ha! der Druck Ihrer Hand laͤßt mich hoſſen. Pa⸗ radieſiſche Wonnen durchgluhen mich, Bluͤthen ſproſſen auf, Luſt und Fruͤhling fächeln durch meine Seele. O Geliebte, Angebetete, darf ich
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