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Die Schmuggler
Entstehung
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„Gott gruß, Jungfer Gianetta!“ ſagte der Wirth und bot ihr den einzigen gepolſterten Stuhl mit hoher Lehne in der Stube. Friſch und mun⸗ ter, wie ich ſeh', und eine Braut? Das ſchickt ſich.“

Das arme Thier!“ fiel ſie dem Wirth in die Rede, und es ſchien Wahlmann, der ganz Ohr war, als ob deſſen Worte ihr nicht beſonders an⸗ genehm geweſen waären.„Das arme Thier! Es wird langſam gehen, eh wir es nach Chiaſſo brin⸗ gen.“

„Du haſt ja nichts zu verſäumen, entgegnete der Vater; ich gebe Dir einen Buben mit und Du

kannſt die Reiſe langſamer machen. Wir aber muſſen eilen, um einen Hauptſchlag auszufuͤhren. Vorgeſtern hoͤrt' ich, daß der neue Offizier in Bri⸗ ſago verreiſt iſt; bevor er heimkehrt, muͤſſen einige hundert Zentner uͤber den See.“

„Wie ſtark iſt jetzt euer Haufe, Nicolo Ee fragte der Wirth.

„Mir etwas zu ſtark,“ verſetzte dieſer;„ich fuhre jetzt allein hundert und acht und ſechzig er⸗ wachſene Maͤnner an, ohne die Buben und Mäd⸗

chen, deren Zahl ſich auch an hundert belaufen