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Dörenberg : Adolph Streckfuss
Entstehung
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Dorenberg. Erzählung von Adolph Strecfuß.

Dos rege, bewegte Leben der Reſidenz macht auf den Provin⸗ zialen, der zum erſten Male das Fflaſter einer größeren Stadt betritt, meiſtens einen weit gewaltigeren Eindruck, als die viel berühmten Wunderwerke, welche Wiſſenſchaft, Kunſt und Gewer⸗ befleiß in dem geiſtigen Mittelpunkt des großen Landes aufge⸗ häuft haben.

Dieſer Zuſammenfluß vieler Tauſende, das nebeneinander Vorüberwogen der Maſſen, in dem die Individualität des Einzel⸗ nen faſt verſchwindet, giebt dem Fremdling meiſt ein Gefühl des Alleinſeins inmitten der Tauſende, der Verlaſſenheit, welches ihn faſt üverwältigt und ihm ſtets unvergeßlich bleibt, auch wenn er ſich längſt eingebürgert hat in der Weltſtadt.

Ein ähnliches Gefühl ergriff auch einen jungen Mann, der an einem ſchönen Sommerabend durch das Portal des prächtigen Säulenthores in die Hauptſtadt ſchritt. Er ſtand am Zielpunkt einer langen Wanderung, die er mit friſchem, keckem Muthe an⸗ getreten hatte; als er ſich aber jetzt das leichte Ränzel zurecht

gerückt, die Stiefel obgeſtäubt das unter dem Studenten⸗ Streckfuß, Dorenberg. 1