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beſſer wie eine Predigt, ihn umher tanzen und um ſich ſtoßen und auf uns ſchim⸗ pfen zu ſehen. Fluche nur zu, alter Junge“ ſagte ich zu mir,„willſt Du Dein Pferd gleich haben, oder willſt Du warten bis Du es kriegſt,“ ſagte ich.„Gott, Andy, es iſt mir, als ob ich ihn vor Augen hätte!“
Und Sam und Andy lehnten ſich an die Wand undlachten nach Herzensluſt.
„Du hätteſt nur ſehen ſollen, wie wild er ausſah, als ich ihm das Pferd vorführte. Gott, er würde mich todtgeſchlagen haben, wenn er es gewagt hätte, und ich ſtand ganz unſchuldig und beſcheiden vor ihm.“
„O, ich habe Dich wohl geſehen,“ entgegnete Andy.„Du biſt ein rechter alter Gaul, Sam.“
„Das denke ich auch,“ ſagte Sam.„Haſt Du nicht die Miſſis oben am Fenſter geſehen? ich ſah ſie lachen.“
„Ich bin ſo gerannt, daß ich nichts geſehen habe,“ erwiderte Andy.
„Nun, ſiehſt Du,“ ſagte Sam, indem er gravitätiſch daran ging, Haley's Pony zu waſchen,„ich habe die Gewohnheit angenommen zu bobſerviren, Andy; es iſt eine ſehr wichtige Gewohnheit, Andy, und ich empfehle Dir ſie anzunehmen, denn Du biſt noch jung. Hebe den Hinterfuß auf, Andy. Siehſt Du, Andy, das Bobſerviren iſt das Einzige, was einen Unterſchied bei den Niggern macht. Habe ich nicht ſchon heute früh geſehen, woher der Wind kam? habe ich nicht geſehen, was die Miſſis wollte, wenn ſie auch kein Wort davon ſprach. Das nenne ich Bobſerviren. Es wird wohl eine natürliche Eigenſchaft ſein; aber man muß nicht blos die Eigenſchaften haben, ſondern ſie auch aus⸗ bilden, Andy.“
„O, wenn ich Dir heute nicht zum Bobſerviren geholfen hätte, ſo würdeſt. Du auch nicht ſo ſchnell eingeſehen haben, was Du thun ſollteſt,“ meinte Andy.
„Andy,“ ſagte Sam,„Du biſt ein vielverſprechendes Kind, das läßt ſich nicht bezweifeln; ich denke ſehr gut von Dir, Andy, und ich ſchäme mich keines⸗ wegs eine Idee von Dir anzunehmen. Wir dürfen Keinen überſehen, Andy, denn ſelbſt die Klügſten fallen mitunter auf die Naſe. Und nun, Andy, wollen wir nach dem Hauſe gehen, ich bin überzeugt, daß die Miſſis uns ein ganz ungemein gutes Mittagseſſen geben wird.“
7. Die Flucht der Mutter.
Es iſt unmöglich, ſich ein troſtloſeres und vereinſamteres menſchliches Weſen vorzuſtellen, wie Eliza, als ſie ihre Schritte von Onkel Tom's Hütte hinweglenkte.
Pie Leiden und Gefahren ihres Gatten und die Furcht für ihr Kind ver⸗ ſchmolzen ſich in ihrem Geiſte mit einem wirren betäubenden Gefühle der Uebel, deren ſe ſich ausſetzte, indem ſie die einzige Heimath, welche ſie je gekannt hatte, verließ und ſich der ſchützenden Obhut einer geliebten und verehrten Freundin entriß. Dazu kam noch das Scheiden von allen bekannten Gegen⸗ ſtänden— dem Orte, wo ſie aufgewachſen war, den Bäumen, unter welchen ſie geſpielt, den Hainen, worin ſie in glücklicheren Tagen ſo oft des Abends an der Seite ihres jungen Gatten ſpazieren gegangen war— Alles ſchien in dem hellen, klaren Sternenſcheine vorwurfsvoll zu ihr zu ſprechen und ſie zu fragen, wohin ſie aus einer Heimath wie dieſe gehen könne..
Stärker als Alles Dies war jedoch die mütterliche Liebe, welche durch die Nähe einer furchtbaren Gefahr bis zum Parorismus geſteigert wurde. r Knabe war alt genug, um neben ihr zu gehen und unter gewöhnlichen Umſtän⸗


