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Onkel Tom's Hütte, oder Negerleben in den Sklavenstaaten von Amerika : nebst der neuen von der Verfasserin eigens für Europa geschriebenen Vorrede / von Harriet Stowe, geb. Beecher ; nach der zwanzigsten amerikanischen Auflage aus dem Englischen
Entstehung
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ſtattete, ſo ließ er den Haͤndler in Frieden ſcheiden und zündete ſich eine einſame Cigarre an.

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5. Welches die Gefühle lebenden Eigenthums beim Wechſel ſeiner Beſitzer ſind.

Mr. und Mrs. Shelby hatten ſich in ihr Schlafgemach begeben. Er ſaß in einem weiten Lehnſtuhle und durchlas einige Briefe, die mit der Nachmittags⸗ poſt gekommen waren, und ſie ſtand vor ihrem Spiegel und löſte die Locken und Flechten auf, welche Eliza ihrer Herrin geordnet, denn ſie hatte ihre bleichen Wangen und ihre verſtörten Augen bemerkt, ſie für dieſen Abend ihres Dienſtes entlaſſen und zu Bett geſchickt. Die Beſchäftigung brachte ſie natürlich genug auf das Morgengeſpräch mit dem Mädchen und ſie wendete ſich zu ihrem Gatten und ſagte nachläſſig:

„Apropos, Arthur, wer war der ungezogene Menſch, den Du heute mit zu Tiſche brachteſt?“

„Er heißt Haley,“ ſagte Shelby, indem er ſich etwas unbehaglich in ſei⸗ nem Stuhle umwendete, ohne aber ſeine Augen von dem Briefe zu erheben.

„Haley! wer iſt er? und darf ich fragen, was ſein Geſchäft hier iſt?“

„Nun, er iſt ein Mann mit dem ich Geſchäfte gemacht habe, als ich das letzte Mal in Natchez war, ſagte Mr. Shelby.

Und er hat ſich darauf hin herausgenommen, ſich hier heimiſch zu machen, und Dich zu beſuchen, um bei Dir zu eſſen.“ ſngt 0 habe ihn eingeladen. Ich hatte Rechnungen mit ihm abzumachen,“ agte Shelby.

„Iſt er ein Sklavenhändler?“ fragte Mrs. Shelby, die eine gewiſſe Ver⸗ legenheit in dem Benehmen ihres Gatten entdeckte.

Liebſte, wer hat Dir das in den Kopf geſetzt?“ fragte Shelby auf⸗ ickend.

„Nichts— nur daß Eliza heute nach dem Eſſen in großer Verſtörtheit zu mir kam und weinend und ſchluchzend ſagte, daß Du mit einem Händler redeteſt und daß ſie gehört habe, wie er Dir ein Gebot für den Knaben gethan hat— das lächerliche Gänschen.“

„Hat ſie das gethan?“ ſagte Mr. Shelby, wieder auf ſein Papier blickend und einige Momente eifrig darin zu leſen ſcheinend, ohne zu bemerken, daß er es verkehrt hielt.

„Es muß herauskommen,“ ſagte er bei ſich,„und es iſt eben ſo gut, wenn es jetzt geſchieht, wie ſpäter.“

„Ich habe Eliza geſagt,“ fuhr Mrs. Shelby fort, ohne das Ordnen ihrer Haare zu unterbrechen,„daß ſie eine kleine Närrin ſei und daß Du nie mit der⸗ gleichen Perſonen etwas zu thun gehabt habeſt. Natürlich wußte ich, daß Du nie einen von unſern Sklaven zu verkaufen gedenkſt und am wenigſten an einen ſolchen Menſchen.“

„Nun, Emilie,“ antwortete ihr Gatte,„das habe ich ſtets gefühlt und ge⸗ ſagt, aber meine Geſchäfte befinden ſich in der Verfaſſung, daß ich es thun muß. Ich werde einige von meinen Leuten verkaufen müſſen.“

„An jenes Subjekt unmöglich, Mr. Shelby, Du kannſt nicht im Ernſt hhe

„Es thut mir leid, ſagen zu müſſen, daß es der Fall iſt,“ erwiderte Mr. Shelby,„ich habe eingewilligt, Tom zu verkaufen“