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man in Wien wohl ſchwerlich einen Mann fin⸗ den, den man ihm vorziehen konnte.“
„Und was hat er nachher noch geſagt?“ entgegnete der Rath Holger.
„Er ging weg und blickte noch einigemal zurͤck, vermuthlich um zu ſehen, ob ich auch den Weg nach dem Judenplatze hin einſchluͤge.“
„Und ihr?“
„Nun, ich trug die Schachtel hin. Er konnte mich mit den Augen ſo lange verfolgen, bis er ſelbſt in die Herrngaſſe einbog, denn dieſen Weg ſchlug er ein.“
„Genug, meine Gute, ihr koͤnnt fuͤr jetzt abtreten.“
„Wuͤrden wohl Ew. Epcellenz die Gnade haben, mir zu ſagen, ob dieſer Edelmann beſchuldigt iſt, jemals dem armen Englaͤnder, von dem ſo viel Gutes erzaͤhlt und der in der Raͤhe des Augartens ermordet wurde, etwas zu Leide ge⸗ than zu haben?“
„Kein Menſch beſchuldigt ihn, meine gute Frau, geht, das iſt eine abgemachte Sache.«
„Ich war auch im Voraus uͤberzeugt, daß er einer ſolch ſchwarzen That unfaͤhig war; allein ich werde es Ew. Excellenz jeder Zeit
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