Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
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die ſchoͤne und edle Regelmaͤßigkeit des urbildes beſitzen, das die beiden Griechenlande ererbten. Da die Muſter von geringerm Werthe ſind, ſo muͤſſen die Copien an demſelben Mangel leiden. Wo der Kuͤnſtler nicht durch das Gefuͤhl des ſichtbar Schonen begeiſtert wird, konnen Mar⸗ mor und Erz das Geprage desſelben nicht annehmen. Die Weiber des groͤßten Theils von Europa zeichnen ſich dennoch durch einen ſehr ausdrucksvollen Kopf und einer Menge Annehmlichkeiten aus. Aber bemerken Sie wohl, daß der Kuͤnſtler, der die und jene Grazie in Bewegung nachahmen will, faſt immer in die Manier gerathen muß, welcher Gefahr die alten griechiſchen Kuͤnſtler nicht ausgeſetzt waren. Daher kommt es, daß in unſerm Europa wie bei den Landleuten eine ſchoͤne Geſtalt, die nach den großen Grundſätzen der Kunſt gebaut und mithin mehr erhaben als anziehend iſt, weit weniger als eine viel gemeinere, aber dabei lebhafte und bewegte Geſtalt gefallen wird. Manche Natur mag noch ſo erhaben ſein, grobe Sinne werden ſtets die vorziehen, die mit ihnen uͤbereinſtimmend iſt. Zwei Wege ſtehen den Kuͤnſten der Nach⸗ ahmung offen, wenn ſie vom allmaͤchtigen Ein⸗