Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
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auf dem Boden eines Vaterlandes, das ihm die Hand gereicht hatte, dieſer Ruhm, von dem der Gelehrte gern traͤumt, hatte fuͤr ihn in dieſem Augenblicke keine Reize. Obgleich er ein geborner Preuße war, ſo konnte er doch nicht vergeſſen, daß Wien zu Teutſchland gehoͤrt, und daß man hier eine Sprache ſpricht, deren Laute zuerſt in ſeine Ohren getoͤnt hatten. Aber die Erinnerungen der Kindheit waren erloſchen, oder vielmehr durch eine Unbehaglichkeit verſcheucht; ſie halten keinen Platz in einem Geiſt, der nur fuͤr Rom uud ſeine Monumente lebte. Die Land⸗ ſchaften, die Fabriken, die Luft, der Himmel⸗ Alles lag ſchwer auf dem beruͤhmten Archäolo⸗ gen, der ſeinem lieben Italien entriſſen war. Nichts bis auf die altanfoͤrmigen Daͤcher von Rom, Paleſtrino, Nettuno von Caſtal Gandol⸗ pho, gab es, deſſen Entbehren ihn nicht ſchmerzte: die Daͤcher Wiens beleidigten ſeine Augen und er verzieh ihnen nicht, daß ſie fuͤr ein Klima gemacht ſind, das eine pyramidenfoͤrmige Ge⸗ ſtalt verlangt. Wohl zwanzig Mal hatte er auf der Reiſe, ſeit er Tyrol erreicht, ſeinen Reiſegefaͤhrten, den Bildhauer Cavacappi, ge⸗ beten, mit ihm wieder den Weg nach Rom zu nehmen.Wir wollen wieder nach Rom zuruͤck⸗