zu begeben. Ihr Leben an Styndalls Seite zuzubringen war das einzige Gluͤck, wonach ſie trachtete; der Monat April verſtrich ſchnell un⸗ ter den Zerſtreuungen des wieder auflebenden Jahres, eine Zeit die nie in das Leben tritt, ohne es wie die Natur von Neuem zu beleben. Die wieder zum vollen Gebrauch ihrer Kraͤfte gelangte Seele waͤchst unter einem wolkenfreien Himmel. Mit ſtiller Freude wird ſie ſich ihrer ſelbſt wieder vollkommen bewußt; ſie verlangt ſtaͤrker, was ſie will, weil ſie ihre Organe maͤch⸗ tiger fuͤhlt, und feſter ſchließt ſie ſich aus Be⸗ duͤrfniß der Mittheilung deſſen, was ſie bewegt, dem theuern Gegenſtand an. Doch iſt dieſe Jahreszeit vielleicht die grauſamſte von allen fuͤr das Weſen, das ſo unglucklich iſt, mitten in dieſer allgemeinen Harmonie Niemanden an⸗ zugehoͤren. Solchen Gedanken uͤberließen ſich Friedrich und Charlotte beim Anblick der be⸗ lebten Donauufer. Die Arbeiten des Landmanns zogen überall ihre Blicke an. Die Huͤlfe, die ſich auf dem Lande die Bewohner deſſelben Wohn⸗ orts wechſelſeitig leiſten, der Beiſtand, womit die jungen Weiber freundlich ihre Maͤnner, die Kinder mit Wohlwollen ihre Vaͤter unterſtutzen,
dieſe Thaͤtigkeit von allem was Leben hat, das


