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heiliger Inbrunſt. Wie fromm ſchlug in dieſen Minuten ſein Herz, voll der edelſten Gefühle der Liebe, des Dankes und des Gehorſams gegen ſeine Erzeugerin! Sie zog ihn wieder an ſich; ſie küßte ihn auf die Wange und flüſterte ſo herzinnig, zärtlich und dankend:„Sei geſegnet, mein Ma⸗ rius!“—
„Ich habe den ganzen Nachmittag geſchla⸗ fen,“ ſagte er,„und fühle mich wunderbar ge⸗ ſtärkt.“—
„Siehſt Du, mein Sohn!“ unterbrach ſie ihn triumphirend.„Ich ſagte Dir es voraus, daß Dir Gott beiſtehen werde, weil Du ein ſo guter, treuer Sohn biſt. Er wird Dich auch ferner ſtär⸗ ken auf dem Wege der Tugend und Pflicht.“
„Und da ich nun ausgeſchlafen habe, ſo will ich bis Mitternacht bei Dir bleiben, liebes Mütter⸗ chen, und Dir aus einer ſchönen Reiſebeſchreibung etwas vorleſen. Erneſtine kann ſchlafen und dann nach Mitternacht die Wache bei Dir übernehmen.“
„Thu das, mein lieber Sohn! daran erkenn' ich Deine Liebe. O nun wird ja Alles gut!“ Er holte das Buch herbei und las. Der


