Gott nicht der Urgrund des Alls? Iſt er nicht das All ſelbſt? Das von der Materie unzertrenn⸗ bare Weſen, der Weltgeiſt des Alls? Von dem aus ihm hervorgegangenen Einzelweſen iſt der Menſch das einzige mit Vernunft begabte, das iſt mit der höhern Erkenntnißgabe, durch die er ſich bewußt werden kann, ein Funke des geiſtigen Flam⸗ menmeers zu ſein, welches belebend und erwärmend das All durchſtrömt, ſeine Hülle, die ſichtbare Welt, nach Geſetzen, die eben ſein eigenſtes Sein und Weſen ausmachen, immer neu ſchaffend und ver⸗ nichtend, oder vielmehr umwandelnd. So ſtirbt Gott jeden Augenblick und gebiert ſich jeden Au⸗ genblick neu, aber nur der Menſch iſt gewürdigt, dieſen ſteten und erhabenen Wandel des Alls d. h. Gottes, der eben ſein Geſetz, ſein Sein und Leben iſt, zu erkennen.“
„Dann kommen Sie auf die eraſſeſte Vielgöt⸗ terei, die jemals da geweſen iſt. Sie haben erſt einen großen Gott, den Weltgeiſt des Alls, wie ſie ihn benennen, dann aber gerade ſo viel kleine Götter als es Menſchen giebt.“
„Gewiß ſo iſt es! Und in dieſer Vielgötterei,


