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Schloßgarten, im Pfarrhauſe, in der Kirche, auf dem Gottesacker, im nahen Berghain, am Bache, auf der Wieſe an alle für ihre Geſchichte merkwür⸗ digen Stellen. Wie beredt war da ihr Mund, mit welchem Feuer ſprach ihr Herz aus jedem Worte! Wie oft ſah ich Thränen in den ſanften Augen meiner Freundin glänzen! Ach, ſie hatte ja ihren Bruder, den edelſten Menſchen, unausſprechlich ge⸗ liebt! Sie war unter ihren Geſchwiſtern ſein Lieb⸗ ling geweſen! Als ich mit den mir ſo theuer ge⸗ wordenen Gaſtfreunden am Abend vor meiner Ab⸗ reiſe am Grabſteine ſtand, deſſen Räthſel mir nun gelöſt war, und Johanna ihre Stirn weinend an die fühlloſe Wand deſſelben lehnte, bat mich ihr liebender Gatte, die Geſchichte ihres Bruders zu veröffentlichen; er meinte, es würde meiner Feder gelingen, ihren Schmerz zu verklären.
„Ja,“ ſagte ſie zu mir gewandt,„für ein ſchmerz⸗ krankes Herz iſt der Dichter der beſte Arzt, und dieſe Heilkunſt iſt ſein ſchönſter Beruf. Es iſt von tiefer Bedeutung, daß Apoll zugleich der Gott der Dichtkunſt und der Heilkunſt war, der Vater des


