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len warf und wir nun als gute Freunde aufbrachen. Unſer Weg führte noch eine Strecke durch das hübſche und reinliche Dorf. Plötzlich ſtanden wir vor einem großen altmodiſchen eiſernen Gatter, deſſen weitgeöffnete Flügelthore eine freie Ausſicht auf ein ſehr ſtattliches hochgelegenes ſteinernes Herrenhaus im Renaiſſanceſtyl gewährte. Eine Doppelrampe führte zu der hohen Einfahrt, zwei Zugbrücken auf dem Vorhofe über den breiten Waſſergraben, der ſich weithin um das Schloß zu ziehen ſchien. In einem uralten verwitterten Nebenbau mit ein Paar Thürmchen ſtellte ſich ein Stück Mittelalter dar. Hinten reihten ſich große Gärten an. Ich ſtand einen Augenblick in Betrachtung des impoſanten Herrenhauſes verloren; ich liebe ſolche Ritterſitze aus dem 16. und 17. Jahrhundert; ſelbſt die Bau⸗ wunderlichen des 18. ſind mir nicht zuwider; es waren Zeitblüthen, Dokumente der verſchiedenen Entwickelungsperioden des menſchlichen Geiſtes. Ich halte nur das Aufwärmen abgeblühter Zuſtände für Narrheit; einen geſtorbenen Menſchen und eine geſtorbene Zeit macht kein menſchlicher Wille wieder lebendig; die galvaniſchen Scheinbelebungen können


