22
acker, die Theilnahme, mit der Sie den Grabſtein meiner Schwiegereltern betrachteten.—“
„Ihrer Schwiegereltern?“
„Ja, der alte verſtorbene Pfarrer Ehrhardt war der Vater meiner Frau. Sie kennen wohl die un⸗ glückliche Geſchichte ſeines Sohnes, des Pfarrer⸗ ſubſtituten, meines guten armen Schwagers, der auch unter jenem Hügel ſeine Ruhe gefunden.“
„Ich kenne ſie nicht. Der Zufall oder mein Genius führte mich an jenen Stein.“
„Schriftſteller machen in der Regel Jagd auf ſolche Lebensereigniſſe und Charakterbilder.“
„Das iſt auch meine Leidenſchaft. Und Sie wür⸗ den mich verbinden, wenn Sie mir etwas über Le⸗ ben und Tod Ihrer würdigen Schwiegereltern und Ihres Herrn Schwagers mittheilen wollten.“
„Das will ich ſehr gern. Nur hier iſt der Ort nicht dazu. Wir wollen in der Abendkühle lang⸗ ſam nach dem Erlenhof hinausſchlendern. Meine Frau wird große Freude haben über den unver⸗ hofften Beſuch!“
Wir plauderten über Allerlei und leerten dabei einige Krüge, bis die heitre Sonne ſchräge Strah⸗


