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Und wie fühlſt du dich aufgerufen zum Kampfe für das Wahre, Gute und Rechte gegen die ſchein⸗ heilige Lüge, gegen den Egoismus mit der Larve der Tugend, gegen die freche Gewalt! wie fühlſt du dich geſtärkt und begeiſtert zu dieſem Kampfe, wenn du von einem Gottesacker kommſt; denn da haſt du erkannt, gefühlt— und dieſe Erkenntniß, dieſes Gefühl iſt dir in die Seele hineingewachſen, und zu Saft und Blut geworden— welch nichti⸗ ger und erbärmlicher Tand die Dinge ſind, für welche die Gegner des Lichts und Rechts ſtreiten, wie ſich all ihr finſtres Thun und Treiben um Be⸗ friedigung elenden Stolzes, um brutale Gewalt und Herrſchgierde, um die Pflege des Bauches und nie⸗ dere Sinnlichkeit dreht. Da iſt dein Auge geſchärft worden für die Schminke, mit der ſie ſich anmalen, und aus den Gräbern iſt dir der Muth gequollen, für den Fortſchritt der Menſchheit zu fechten mit dem Munde, mit der Feder, mit dem Schwerte. Nur wer ſich mit dem Tode vertraut macht, ver⸗ ſteht das Leben; nur wer ſich ſtets der Vergäng⸗ lichkeit bewußt iſt, iſt der Begeiſterung für das Bleibende und Ewige fähig.


