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Schiff der Sterblichen leis ſchaukelnd fortträgt in das unbekannte Land, ſtand ich plötzlich ſchaudernd an dem tiefen Riſſe, der durch die Erde läuft, an der ſchwarzen Kluft, in die unſer Auge troſtlos ſtarrt, an dem bodenloſen Abgrund, aus welchem uns die Schrecken der Nacht und des Todes ent⸗ gegengähnen. Mir war unheimlich zu Sinne ge⸗ worden, und in mich ſelbſt verſunken lehnte ich am Grabſteine und hielt das getäuſchte Auge am Bo⸗ den zu meinen Füßen, der eine ſo ſchmerzliche Schick⸗ ſalslöſung in ſich ſchloß. Wie lange ich ſo geſtan⸗ den, weiß ich nicht, aber es waren unterdeſſen Menſchen über den Gottesacker, nicht fern von mir, gegangen. Wie ich nachher bemerkte, führte ein Communikationsweg des großen Dorfes über die Ruheſtätte der Todten. Ich war völlig fremd in dem Orte, ich war zum erſten Male hier; ich kannte Niemanden, ich war von Niemandem gekannt, aber ich hatte von der Güte eines Freundes einen Em⸗ pfehlungsbrief an einen reichen Waidfabrikanten erhalten, der eine Strecke vom Dorfe eine ſchöne Beſitzung haben ſollte; und ich beſchloß endlich, die Adreſſe aufzuſuchen. Doch der Auguſtnachmittag


