— 278—
auf Mittel denken, wie wir ungeſtört zuſammen le⸗ ben und Sie endlich doch noch für unſre Verbin⸗ dung gewinnen könnten. Da hörte ich von einem Kaufmann aus Baltimore, daß mein Onkel Chri⸗ ſtoph ſeine Kinder durch den Tod verloren habe. Schnell war mein Plan fertig. Nach Allem, was ich von dem amerikaniſchen Oheim gehort hatte, war er mein Mann. Ich habe mich nicht getäuſchtz er iſt mir ein theurer Vater geworden. Ich beſchloß, nach Amerika zu gehen; Marh billigte mein Vor⸗ haben. Es wurde ausgeführt. Dieſer gütige Mann nahm mich mit Freuden auf, und zuſammen ſchmie⸗ deten wir das Plänchen, welches ich ſpäter ausge⸗ führt habe.“
„Sag' lieber die reine Wahrheit,“ fiel Onkel Chriſtoph ein.„Ich will die Schuld, wie ſich ge⸗ bührt, allein auf mich nehmen. Ich habe den Jun⸗ gen zu der Schelmerei beredet, und Bruder Thll iſt die Schelmenſtreiche von mir ſchon gewohnt.“
„Das weiß Gott!“ ſeufzte der Seuator.
„Ich arbeitete zwei Jahre auf des Onkels Comp⸗ toir und machte mich mit dem Geſchäfte ganz ver⸗ traut. Hernach kam ich mit der Perücke mit gefärb⸗ tem Bart, den ich mir umterdeſſen hatte wachſen
—


