— 271—
Diener, habe ihn um zwölf Uhr die Hausthüre ge⸗ öffnet. Meyer ſey dann in das Comptoir gegangen, habe mit den Nachſchlüſſeln Alles aufgeſchloſſen, das Geld herausgenommen und ſich dann mit ihm ent⸗ fernt. Frau Heyſe habe Wache gehalten und er habe geleuchtet. Darauf ſeyen ſie zuſammen in's nächſte Dorf gelaufen; dort habe ihm Meher einen Theil des Geldes, ſo wie einen Wechſel und Briefe an einige Juden übergeben, und dem auf dem Bock als Kutſcher ſitzenden Juden ſcharf zu fahren befoh⸗ len. Sie ſeyen von der Landſtraße abgebogen und nähere Wege gefahren, überall hätten ſie bei den Juden friſche, von Herrn Meyer beſtellte Pferde ge⸗ funden, und ſo wären ſie in unglaubiger Schnelle nach Hamburg gekommen. Dort hätten wieder die Juden, an die er adreſſirt geweſen, Alles beſorgt. Herrn Meyer's Plan ſeh geweſen: das Geld ſo⸗ gleich wieder an ſich zu ziehen, ſobald er mit Mary vermählt ſey; er, der Diener, und Frau Heyſe hät⸗ ten zehntauſend Mark bekommen ſollen.
Es fand ſich bald, daß der Diener auch nicht viel mehr von Meyer mit nach Hamburg bekommen hatte. Die Hauptſumme hatte der liſtige Bpſilons⸗ mann behalten und war damit, auf die erſte Nach⸗


