Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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fehlte eines Morgens, als Herr May ſich ankleiden wollte, der Diener Henry. Frau Heyſe fand ſein Bett noch unangerührt, und doch war er Abends vorher da geweſen. Argerlich über des Menſchen ungewohnte Lüderlichkeit, verfügte ſich der Senator auf das Comptoir. Er wurde ſtutzig, als er die ſonſt ſtets wohlverwahrte Thüre deſſelben offen fand, die er, ſeines Wiſſens, doch Abends vorher ſelbſt verſchloſſen hatte. Aber Entſetzen faßte ihn, als er an den Schreibtiſch trat und ſeine Augen auf die daneben ſtehende, an den Boden angeſchraubte ei⸗ ſerne Geldkiſte fielen. Der Deckel ſtand auf und die Kiſte war leer. Ein gräßlicher Laut der Ver⸗ zweiflung entrang ſich dem Munde des alten Man⸗ nes, dann dunkelte es vor ſeinen Augen. Als der Unglückliche wieder zu ſich kam, fand er ſich in den Armen ſeiner höchſt beſtürzten Kinder. Durch den Amerikaner war bereits das ganze Haus von dem Statt gefundenen Diebſtahl unterrichtet. Der Se⸗ nator war in einem Zuſtande, der ihn zum beſon⸗ nenen Handeln unfähig machte; er mußte zu Bette gebracht und ärztliche Hülfe für ihn angerufen wer⸗ den. Marh lag, von Schmerz zerriſſen, vor ſeinem Bette auf den Knieen. Die Sorge, den Dieb zu 17*