Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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hatte eine kleinere zierlichere Naſe, hatte weit blon⸗ dere Haare, einen ganz andern Blick und keine Spur von einem ſo furchtbaren amerikaniſchen Bart. Aber Vetter Henrh gefällt mir deſſen ungeachtet weit beſſer, als Vetter Wilhelm.“

„Mir auch, mein Kind,“ ſchmunzelte der Alte. „Was iſt Ihre Meinung, mein lieber Herr Meyer d“

„Zu unterthänigſtem Gehorſam, mir ebenfalls,“ verſetzte der Jude und ſchluckte gewaltig an einem Biſſen.

Der Neffe Henrh gefiel aber dem alten Herrn täglich beſſer; denn er war ein noch weit geſchick⸗ terer Arbeiter, als Herr Meyer, und ein ſo glückli⸗ cher Speculant, daß ſchon in den erſten Wochen ſeines Hierſeyns einige tauſend Thaler durch ſeine Thätigkeit gewonnen waren. Und welche glänzende Ausſichten gewährten erſt die durch ihn eingeleiteten Handelsverbindungen in Amerika! Was aber dem alten Senator beſonders an Henry gefiel, war der höchſt anſtändige Aufwand, den derſelbe machte, und der niemals an Verſchwendung ſtreifte; viel⸗ mehr war der junge Mann zu Hauſe ächt kaufmän⸗ niſch ſparſam, behielt aber ſeine glänzende Equipage und die beiden ſchwarzen Dienſtgeiſter bei, was na⸗ türlich nicht wenig Aufſehen machte. Der Banquier