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Banquierstochter auf alle Bälle, in alle Geſellſchaf⸗ ten, auf allen Spazirgängen, wie ihr Schatten, trug ihr den Shawl und das Körbchen, bediente ſie nach Kräften an öffentlichen Orten und zu Hauſe, kam ihren kleinſten Wünſchen zuvor, machte ihr kleine und große Geſchenke und betrug ſich ganz als Mary's Bräutigam. Da nun Niemand in des ſchö⸗ nen Mädchens Geſichts Unwillen über den ſüßlichen Juden las, ſo fehlte es nicht an einer Menge jun⸗ ger Leute, die das große Glück des unausſtehlichen Menſchen von ganzen Herzen beneideten. Inzwi⸗ ſchen erhielt ſich das Verhältniß zu Aller Erſtaunen auf dieſem äußern conventionellen Tone z man er⸗ wartete täglich die Verlobungskarten, und ein Mo⸗ nat um den andern verging, ein Jahr war wieder hinab— und Herr Meyer noch um keinen Schritt weiter. Da erhielt der Schneckengang dieſer Hei⸗ rathsangelegenheit plötzlich eine andere raſche Wen⸗ dung, die von einer Seite kam, von welcher ſie der freundliche Buchhalter am wenigſten vermuthet hatte.
Eines Nachmittags rollte ein ſchöner engliſcher Reiſewagen mit vier ſchlanken Iſabellen dor das Haus; ein Lohnbedienter aus der Stadt ſprang vom Bocke, eilte in das Comptoirzimmer und meldete


