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„Nun, was iſt Ihnen denn in dem gutgemein⸗ ten Gedichte ſo anſtößig?“
„Gut gemeint?“ fragte der Alte argwöhniſch und lugte nach dem jungen Arzte herüber.
„Zweifeln Sie daran?“ fragte Wilhelm ärger⸗ lich mit ſteigendem Affect der Stimme.
„Seh ein Mal aufrichtig, junger Mann, iſt es denn Abſicht oder Manier, daß aus dem ganzen Gedicht das B verbannt und an ſeine ihm wohlge⸗ bührende Stelle jedes Mal ein ſchlechtes J geſetzt iſt?
Ja, ſchreibſt du denn wirklich deinen Namen, den
ehrlichen Namen deiner und meiner Väter, mit ei⸗ ner ſo unerhörten Verſtümmlung, Mai ſtatt Mah, wie du in dieſem Gedichte gethan haſt, oder haſt du mich nur kränken wollen?“
„Es ſeh nen fern von mir, Ihmit Abſicht wehe zu thun. Das B iſt meiner, auf die beſten Gründe geſtützten üwerzeugung zu Folge ein ganz überflüſ⸗ ſiger Buchſtab im deutſchen Alphabet, und deßhalb brauche ich ihn niemals, ſondern ſetze ſtatt ſeiner ſtets das richtige J. Um mir aber conſequent zu
ſeyn, ſchreibe ich ſchon ſeit vier Jahren meinen
Namen Mai mit dem J.“ Die blutrothe Flamme des Zorns war in des


