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Im Sonnenſchein der jungen Liebe verging der einen Partei die Zeit, der andern im Nachtſchatten der Bosheit, durch welche kaum der leiſeſte Schein eines Hoffnungsſternes, wie ein Wahnlicht, durch⸗ dämmerte, bis zum Geburtstage des alten Herrn.
Die Liebenden verabredeten ſich, ihm an dieſem feſtlichen Tage ihre Wünſche auszuſprechen und ihn um ſeinen väterlichen Segen zu ihrer ehelichen Verbindung zu bitten. Wilhelm beſchloß, ihn in ei⸗ nem Glückwünſchungsgedichte, das er ſelbſt anfer⸗ tigen wollte, auf die Scene vorzubereiten, und Marh fand dieſe Idee allerliebſt. Der viel beſchäftigte Arzt mühte ſich nun täglich eine Stunde ab, recht ruhrende Verſe zu drechſeln, und las am Tage vor dem Feſte, als der alte Herr auf dem Comptoir beſchäftigt war, ſeiner Geliebten das Gedicht vor, die darüber Freudenthränen vergoß. Sie zweifelte auch keinen Augenblick, daß der Vater, eben ſo ge⸗ rührt, ohne Weiteres ihre Hände in einander legen und die ſeinigen ſegnend darüber ausbreiten werde. Die Saat ihrer Hoffnungen ſtand in der ſchönſten Blüthe, und Mary traf die Vorbereitungen zu dem Wiegen⸗und Verlobungsfeſte mit ſo heiter'm Muthe, mit ſo ausgelaſſener Fröhlichkeit, daß die ſtrenge


