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tern und thatkräftigern Bruders öffentlich gut hei⸗ ßen, die er im Stillen und zu Hauſe tadelt— ich weiß, ſag' ich, daß Lorenzo alle Schritte gegen die Pazzi aus Furcht vor uns, nicht aus Haß gegen uns thut. Wir ſind das reichſte Haus nach ihm; läßt er uns auch mächtig werden, wer bürgt ihm, daß wir ihn nicht verdrängen? Dies Alles entgeg⸗ nete ich Francesco'n auf ſein an mich gerichtetes Be⸗ gehren, einer Verſchwörung gegen die Medici beizu⸗ treten; ich fragte ihn auf ſein Gewiſſen, ob er in gleichem Falle mit Lorenzo nicht eben ſo handeln würde. Aber ich konnte die Glut des Haſſes in ſei⸗ ner Seele nicht dämpfen. Er ſprach das gräßlichſte Wort aus, das mich zurückſchaudern machte: Mord der Medici!— O Giuditta, wer ſich des heitern Sonnenlichts des Lebens erfreut, ſollte nicht ſo kalt und frevelvoll⸗leichtſinnig den Andern in die un⸗ durchdringliche Nacht des Todes ſchleudern wollen! Was immer auch der Feind an mir verſchuldet, es iſt nicht ſo groß, daß er den Tod von meiner Hand verdient hätte. Der Mörder iſt allezeit der Schul⸗ dige, und kein Mund nennt ſchaudernd ſeine That gerecht; ihn trifft der Fluch, ihn der Haß. Hat er nicht dem Todten das Recht geraubt, ſich zu ver⸗


