und kühnen, faſt verwegnen Augen.„Ich ſelbſt habe es aus dem Munde des Gonfoliere, daß Lorenzo zu verſchiednen Malen auf deine Zurückberufung antrug, aber bei der Signoria Anfangs kein Gehör fand.“
„Ich denke, es ſoll ihn noch gereuen,“ ſagte Francesco Pazzi.
„An Reichthum alſo haben ſie nichts vor uns voraus,“ fuhr er dann fort;„an Klugheit und be⸗ ſondern geiſtigen Gaben eben ſo wenig. Wenn man davon ſprechen wollte, ſo wäre eigentlich Lorenzo nur allein zu nennen; denn der ſchwache Giuliano iſt ein Weib in Männertracht; mir iſt's immer, als wolle er noch über die Strafpredigten ſeines Schul⸗ meiſters weinen. Lorenzo hat Geiſt, und weil er Geiſt hat, ſo hat er auch Kraft; aber er hält ſich für den größten Geiſt und ſchätzt keinen ſich gleich. Ich dächte, es fänden ſich unter den Pazzi Männer, die ihm nicht unterlägen.“
„Du haſt bewieſen, Francesco, daß du ihn bertriffſt,“ redete der Dritte.„Und würdeſt du am Staatsruder ſtehen„wie er, du würdeſt ganz andere Dinge vollbringen.“
„Ich hoffe nicht, daß du mir ſchmeichelſt, Na⸗ poleone,“ nahm Pazzi wieder das Wort.„Die


